Schweden mit Hund: Vom Burgenland durch Tschechien und Polen auf die Fähre und rüber nach Skandinavien
Schweden mit den Golden Retriever Damen Pepa und Penny – Hej Sverige!
Dieser Beitrag entstand in bezahlter Kooperation mit PIA Wiener Neustadt. Alle Eindrücke und Erfahrungen entsprechen meiner ehrlichen persönlichen Meinung.
Ich höre andere Hundemenschen oft sagen: „Eine Reise nach Schweden mit meinem Hund, das wäre so schön!“ Wenn ich dann antworte: „Ja, das geht!“ dann ernte ich meist fragende oder überraschte Blicke.
Doch es geht wirklich und wir haben es nicht zum ersten Mal gemacht. Schweden gehört bei uns fast jährlich zu unserem Reiseplan und freuen uns jedes Mal aufs Neue: auf neue Entdeckungen, schöne Erlebnisse und voller kleiner, ungeplanter Glücksmomente. Bei dieser Reise haben wir uns für eine neue Route entschieden, nämlich über Polen. Wir mussten daher zum Hafen in Gdynia und nicht wie gewohnt nach Rostock.
Und für unseren neuen Seat Leon SP Kombi war es die erste große Reise und wir haben es sehr genossen.
Der neue Weggefährte: unser Seat Leon SP Kombi
Wer meinen Erfahrungsbericht zum Kauf des neuen Velamobils gelesen hat, weiß: Die Entscheidung für unser neues Auto war keine spontane. Viele Überlegungen sind mit eingeflossen, denn Ladekapazität für zwei Hunde plus Reisegepäck, ein ruhiges Fahrverhalten auf langen Autobahnetappen, und genug Kofferraum, dass Pepa und Penny entspannt liegen können, ohne sich beengt zu fühlen — das waren unsere Kriterien.
Seit Mai ist der Seat Leon SP Kombi bei uns im Einsatz und diese Schweden-Tour war sein erster richtig großer Praxistest: rund 1.600 Kilometer pro Strecke, Fährüberfahrten, unterschiedliche Straßenverhältnisse zwischen Burgenland, Tschechien, Polen und Schweden.
Das Fazit vorweg: Nicht nur die Reise war ein schönes Erlebnis, auch mein neues Auto hat bestanden, mit Bravour. Mehr zu unseren konkreten Erfahrungen — Kofferraumvolumen für Hunde, Verbrauch auf der Langstrecke, Fahrkomfort für die Vierbeiner — findet ihr in dem eigenen Beitrag hier auf diesem Blog.
Durch Tschechien und Polen ans Meer
Von Lackendorf im Mittelburgenland ging es erst gegen Mittag ganz entspannt zu unserem Zwischenstopp im Biały Dom Restauracja & Hotel in Czerwionka — einem unkomplizierten, hundefreundlichen Etappenziel, das wir uns auf einer bekannten Hotelplattform von einem Rastplatz in Polen gesucht haben. Bevor ich die Hoteladresse ins Navi eingebe, noch ein kurzer Anruf, um mich zu versichern, dass ich auch mit zwei großen Hunden einchecken darf.
Hundefreundliches Hotel, Hunde im Restaurant und beim Frühstück willkommen, ein gemütliches Bett und für mich auf Durchreise sehr wichtig: ein eigener Hotelparkplatz. Besonders angenehm war auch der Park direkt gegenüber vom Hotel – also die perfekte Unterkunft für einen Zwischenstopp.
Abends habe ich auf der Restaurantterrasse sehr gut gegessen – schlesische Knödel und ein gutes polnisches Bier inklusive.
Am nächsten Morgen geht es nach einem ausgiebigen Frühstück mit einem köstlichen Café Latte weiter in Richtung: Gdynia. Gdynia ist der Hafen westlich von Gdansk – Danzig – an der Ostsee. Ich war noch nie in Polen und gespannt, wie die Fahrt sein wird. Und: es war sehr angenehm, die Rastplätze sind groß, grün und beschattet. Vorsicht ist dennoch geboten: Hunde dürfen zumeist nicht in die Restaurants, egal ob klassisch oder Fast Food, und auch bei der Toilette steht, dass Hunde keinen Zutritt haben. Ich hatte Glück, denn dank der gemäßigten Temperaturen konnte ich Pepa und Penny durchaus für zwei Minuten im Auto lassen.
Doch fragte ich mich, was ich tun würde, wenn es zu warm gewesen wäre? Schließlich war ich alleine mit den Hunden im Juli unterwegs. Vermutlich hätte ich mir ein abgelegenes Plätzchen gesucht – und letztendlich werden wir in einer solchen Situation alle erfinderisch.
Als sich der Hunger einstellte, nutzte ich einen der zahlreichen Drive Ins, die sich entlang der Autobahn finden. Ein schattiger Platz und schon lässt sich das Menü im Auto genießen.
Nach etwa sechs Stunden inklusive einiger Pausen waren wir schließlich an der Ostsee angekommen. Unterwegs habe ich mir angeschaut, wo wir nachmittags und bevor es zum Hafen ging, gemütlich spazieren gehen können und einen ganz besonders schönen Spot gefunden: Sopot.
Der gebührenpflichte Parkplatz ist leicht zu finden. Das Parkticket kann an dem Automaten mit Karte bezahlt werden (das liebe ich in vielen Ländern, dass man überall mit Karte zahlen kann!). Ich hatte auch keine Sorge, dass vollbepackte Auto dort abzustellen, denn es waren viele Menschen unterwegs.
Ich wusste nicht, was mich erwarten würde, wenn wir nach dem kurzen Fußweg entlang der wenig befahrenen Straße unten beim Meer angekommen sind. Was ich dort entdeckte, hat ein entzücktes Lächeln in mir hervorgerufen. Vor uns breitete sich der lange, breite Sandstrand mit der berühmten Seebrücke aus, Kioske mit Eis und Getränken und zumindest ein gutes Fischrestaurant.
Nicht nur im Sommer ist es dort herrlich zum Spazieren und mit Hund lässt es sich an der Ostseeküste wunderbar entlangschlendern. Sofort kam mir die Frage: Darf ich da mit Pepa und Penny zum Strand? Das Schild war etwas versteckt und so sprach ich direkt zwei Polizisten an, um mich zu erkundigen. Ich denke, meine Frage überraschte die beiden etwas, denn ich bekam nur zur Antwort, dass ich bitte die Hinterlassenschaften meiner Hunde mitnehmen sollte. Also JA! Unkompliziert und hundefreundlich, so mögen wir es!
Sogleich sind wir also zum langen Sandstrand hinuntergelaufen und die Freude war so sehr groß – bei mir und meinen beiden Fellnasen ebenso. Ein perfekter Ausgleich nach den Autostunden, bevor es am Abend weiter zum Hafen nach Gdynia ging, unserem Startpunkt für die Überfahrt.
Über die Ostsee: mit der Fähre nach Schweden
Wir sind mit Stena Line gereist — hin wie zurück. Die Strecke Gdynia–Karlskrona haben wir zum ersten Mal ausprobiert – bisher sind wir immer von Rostock nach Trelleborg gefahren. Dieses Mal habe ich mich für die Fahrt von Karlskrona nach Stockholm entschieden, denn ich wollte auch diese Variante testen.
Auch die Zeiten fand ich angenehmer, denn die Nachtfähre ist um 21:00 Uhr abgefahren und um 7:00 Uhr in Karlskrona angekommen. So hat man doch einige Stunden, um auch zu schlafen. Wir hatten auch schon erlebt, dass die Fähre erst um 23:00 Uhr gefahren ist und dann schon um 5:00 Uhr angekommen ist, da kann man sich kaum ausruhen und das wird dann doch anstrengend, wenn die Fahrt weitergehen soll.
Das Check-In war einfach und problemlos. Bereits am Schranken habe ich die Bordkarte und den Zimmerschlüssel (eine Karte) erhalten. Wenn die Fähre bereit für die neuen Fahrgäste ist, geht es los und Reihe für Reihe dürfen alle Autos, Camper, Busse, Motorräder und Lastwägen in den großen Bauch der Fähre fahren. Es ist immer ein bisschen aufregend für mich, gerade wenn ich alleine mit den beiden unterwegs bin. Und: Es war die erste Fährüberfahrt mit meinem neuen Seat Leon SP Kombi. Aber das Personal ist immer sehr freundlich und hilfsbereit. Damit Pepa und Penny gut aus dem Kofferraum aussteigen können, bitte ich immer um etwas mehr Abstand und schon wird das Fahrzeug hinter uns gestoppt, damit die Damen genug Platz haben.
An Bord war es grundsätzlich ein unkompliziertes und angenehmes Erlebnis. Pepa und Penny hatten wieder eine Haustierkabine gebucht, in der beide, wie schon bei früheren Überfahrten, richtig gut geschlafen haben. Einziger Wehrmutstropfen bei Stenaline: Hunde dürfen nicht in die öffentlichen Bereiche mitkommen, also nicht zur Bar, ins Restaurant oder in den Shop. Von Deck 9 ist es nur ein Stockwerk hinauf zum „Hundedeck“, wo sich im Sommer auch eine Bar befindet und das Hunde-WC.
Zum Hunde-WC möchte ich gerne ein paar Worte sagen: Auf den Fähren dieser Strecke (Stena Ebba und Stena Estelle) gab es das beste Hundeklo, das ich je auf einer Fähre gesehen habe. Es war wie eine kleine Hundezone, eingezäunt, mit Kotbeutelspender und Sonnenuntergang inklusive.
Wer noch nie mit seinem Hund auf einer Fähre gefahren ist: Es ist erstaunlich, wie schnell sie sich an das leise Brummen der Maschinen und das sanfte Schaukeln gewöhnen — Pepa und Penny fühlen sich immer sehr wohl und bestimmt schlafen sie tief und fest und träumen schon von den nächsten Abenteuern.
Nach der Ankunft in Karlskrona ging es zu allererst zu einer Tankstelle, wo sich erfreulicherweise auch eine große Wiese und ein Supermarkt befand. So konnte ich alles, was nun notwendig war, bevor es weiter ging, erledigen. Dann ging es zügig weiter Richtung Stockholm, wo meine Kusine bereits zuhause auf uns wartete. Denn diese Reise war eine sehr persönliche und wir haben uns sehr auf unser Wiedersehen gefreut. Nach einem kurzen Wiedersehensspaziergang in Björkhagen – ein Stadtteil in Stockholm – ging es hinaus aufs Land, in den Stockholmer Schärengarten, nach Saltarö.
Ein paar stille Tage in Saltarö
Für die nächsten Tage hatte ich bewusst Ruhe und etwas Digital Detox eingeplant. Manchmal ist es Zeit, etwas ruhiger zu werden, in sich zu gehen und neu auszurichten sowie Energie zu tanken. Energie für alles Schöne und Fordernde, das folgen wird. Und manchmal auch Energie, um Abschied zu nehmen.
Wir haben schließlich fünf wunderschöne Tage in einer Stuga – ein kleines Häuschen mit Schlafplatz – in der „Sommerresidenz“ meiner Kusine und am Wasser verbracht. Kein festes Programm, gemütlich frühstücken, gemeinsame Spaziergänge und die Seele zusammen mit den Hunden baumeln lassen.
Ein schöner Ausflug in dieser Zeit führte uns nach Bullandö Marina auf Värmdö — einer der größten Yachthäfen im Stockholmer Schärengarten, mit gut 1.400 Liegeplätzen und einer Atmosphäre, die man einfach genießen muss: Boote in allen Größen, ein Hafenrestaurant direkt am Wasser und dazu dieses typische, entspannte schwedische Sommerflair. Gegessen haben wir im Bullandö Krog, direkt am Hafen — und wirklich hundefreundlich: Pepa und Penny bekamen sofort ihre eigenen Wassernäpfe serviert, ganz selbstverständlich. Im Sommer sitzt man ohnehin am liebsten draußen auf der großen Terrasse mit Blick über die Marina, im Winter dürfen die Hunde dort aber auch mit drinnen sitzen — ein Lokal, das wir Hundebesitzern nur empfehlen können, wenn es einen in diese Gegend unweit von Gustavsberg verschlägt.
Wer die schwedische Schärenlandschaft noch nicht kennt: Genau solche kleinen Inseln abseits der Touristenrouten zeigen, warum sich eine Reise mit dem eigenen Auto so besonders lohnt — man kommt an Orte, die man ansonsten schlicht nicht erreicht.
Hundvänliga Stockholm & ein besonders stiller Tag
Nach den ruhigen, erholsamen Tagen in Saltarö ging es weiter in die Stadt, ins BIZ Apartment in Hammarbysjöstad — für uns mittlerweile fast wie ein zweites Zuhause in Stockholm, denn dort fühlen wir uns mit den Hunden immer besonders wohl.
Das Apartmenthaus liegt in einem modernen Stadtteil, unweit von Hammarbybacken, der Stockholmer Skipiste. Von dort geht es direkt hinein in ein riesiges Naherholungsgebiet, wo man endlos spazieren und wandern kann. Auch zum Wasser sind es nur wenige Gehminuten und ins Zentrum kommst du direkt mit der Straßenbahn und U-Bahn. Die Apartments selbst sind sehr gemütlich und es ist alles da, was benötigt wird: eine gut ausgestattete Küche, ein geräumiges Badezimmer, ein gemütliches Bett und ein Tisch mit Sesseln. Sogar ein Bügelbrett und Bügeleisen ist im Schrank im Vorraum.
Interessante Info: In den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren Hunde kostenfrei und sie benötigen keinen Maulkorb. Beim Einsteigen ist darauf zu achten, dass meist nur jeder 2. Wagon für Hunde ist, d.h. manchmal muss man ein bisschen laufen auf dem Bahnsteig!
Nachdem wir meine Kusine in ihre Wohnung gebracht haben, sind wir in das nur wenige Autominuten entfernte Apartment gefahren und haben den Abend gemütlich ausklingen lassen. Die Zeit haben wir u.a. genützt, um auch schon die nächsten Tage in Stockholm etwas zu planen, denn wir hatten viel vor! Auf dem Programm standen bekannte und neue Lieblingsplätze, wo auch schon Vela mit dabei war.
Dieser Aufenthalt in Stockholm war allerdings nicht nur von schönen Momenten geprägt. Meine liebe Tante ist im Juni verstorben und wir haben im kleinen Kreis Abschied von ihr genommen, im Minneslund. Ein stiller, trauriger Anlass mitten in einer eigentlich unbeschwerten Reise — und doch bin ich im Rückblick dankbar, dass wir genau in dieser Zeit dort und beieinander sein konnten.
Minneslund ist ein ganz besonderer Ort, wo unseren Lieben gedenkt wird. Er befindet sich inmitten eines riesigen Parks – dem Skogskyrkogården, mit Kapellen, Gedenkstätten und einem Krematorium. Eine U-Bahnstation befindet sich unweit des Haupteingangs. Besonders erwähnen möchte ich, dass Hunde erlaubt sind – so werden wir bei unserer nächsten Reise nach Stockholm bestimmt zusammen meiner Tante im Minneslund gedenken.
Vielleicht gerade deshalb waren diese Tage so besonders in Stockholm. Und so schön mit Pepa und Penny nach Vaxholm zu fahren, Gamla Stan mit ihnen zu entdecken und wieder hinauf zum Skinnarviksberget zu spazieren — ein Ort, an dem wir mit unserer Vela, die uns auch mehrere Male nach Stockholm – zuletzt 2019 – begleitet hat, waren und der für uns eine ganz besondere Bedeutung hat. Der Blick von dort über die Dächer und dem Wasser Stockholms gehört für uns einfach dazu.
Vaxholm, Gamla Stan & Emelie
In Vaxholm war ich zum ersten Mal. Wir sind aber nicht mit der Fähre gefahren, sondern mit meinem allerbesten Velamobil, denn auch der Seat Leon wollte gerne mal wieder ausfahren. Auf dem Hinweg bin ich über die Stadtautobahn gefahren, für den Rückweg habe ich aber bewusst die schönere Route gewählt: über Rindö, vorbei an Saltarö, und dabei gleich zweimal mit dem Auto auf eine der kostenlosen Schärenfähren gerollt, die dort den ganzen Tag im Pendelverkehr zwischen den Inseln hin- und herfahren. Ein herrlich unkomplizierter Weg, sich mit dem Auto durch den Schärengarten zu bewegen — und auf dem Navi sieht man in Echtzeit, wie das eigene Auto scheinbar mitten auf dem Wasser steht. Ein kleiner Moment, über den ich noch lange schmunzeln musste.
Und Vaxholm ist absolut sehenswert und eigentlich ein Muss, wenn man schon bis Stockholm gereist ist! Es ist mehr als nur ein hübsches Schärenstädtchen: Aus einem mittelalterlichen Fischerdorf entstand hier im 16. Jahrhundert eine der wichtigsten Festungsstädte Schwedens, da alle Schiffe auf dem Weg nach Stockholm zwangsläufig an der Insel vorbeimussten. König Gustav Vasa ließ die Festung 1548 errichten, 1833 erhielt sie ihr heutiges Aussehen — und schon 1612 bewährte sie sich, als eine dänische Flotte vor ihren Mauern unverrichteter Dinge abdrehte. Heute ist die Festung ein Museum, und Vaxholm selbst nennt sich stolz die Hauptstadt der Stockholmer Schären.
Unser Einkehrtipp: Winbergs Kök & Bar, wo ich köstlichen kaltgeräucherten Lachs genießen durfte und die Damen anschließend Hundeeis mit Lachsgeschmack. Was gibt es besseres?
Dieses Mal haben wir auch wieder einen Ausflug in die Altstadt Stockholms – Gamla Stan – gemacht. Um den vielen Touristen auszuweichen, sind wir kreuz und quer durch die schattigen Gassen und vorbei bei der schmalsten Gasse Stockholms spaziert, um dann durchs Schloss und über die Brücke schließlich hinüber bis Kunsträdgården zu gelangen. Dort sind wir mittags in einem netten Café-Restaurant eingekehrt und köstliche Köttbullar mit Kartoffelpüree und Preiselbeeren durften dabei nicht fehlen.
Zurück nach Hammarbysjöstad ging es dann schließlich mit der Fähre Emelie, die von Kunsträdgården direkt nach Hammarbysjöstad fährt.
Und wieder durften wir einen schönen Ausflug als Teil unseres Stockholm-Alltags erleben — eine der schönsten Arten, sich mit Hund durch die Stadt zu bewegen, dazu gleich mehr im Praxisteil weiter unten.
Der Rückweg: Karlskrona und Boråkra
Langsam wurde es Zeit, wieder über die Heimreise nachzudenken. Dieses Mal hatte ich nur die Fähre für die Hinfahrt gebucht – die Rückfahrt wollte ich mir offen lassen und ich war sehr froh und dankbar, dass ich diese Möglichkeit hatte. Nach einer kurzen Verlängerung des Aufenthalts in Stockholm, habe ich dann unsere Rückreise geplant und wieder die Nachtfähre von Karlskrona nach Gdynia gebucht.
So ging es nach insgesamt zwölf Nächten in Saltarö und Stockholm zurück nach Südschweden. Auf dem Weg nach Karlskrona haben wir eine Pause bei Kalmar und bei der Brücke nach Öland – ein beeindruckendes Bauwerk – gemacht. Dort gab es sogar einen ausgewiesenen Hundestrand, den wir natürlich gleich erkundet haben. Enddestination war für diese Nacht im B&B Boråkra bei Karlskrona, eine wirklich hundefreundliche Unterkunft.
Auch hier haben wir uns sehr wohlgefühlt und wurden von den Gastgebern mit ihren beiden Landseern herzlichst begrüßt!
Das B&B befindet sich in der ehemaligen Volksschule des Ortes und schon beim Einfahren auf den Parkplatz versprüht es diese herzliche, schwedische Gastfreundschaft. Unser Zimmer war sehr gemütlich und wir hatten sogar einen eigenen Ausgang hinaus in den Garten. Frühstück war im Übernachtungspreis inkludiert und was dort aufgetischt wurde, hat mir die Sprache verschlagen: Liebevoll vorbereitetes kleines Buffet mit süßen und salzigen Köstlichkeiten, serviert im kleinen Glas oder zum selbst zubereiten.
Karlskrona – die unscheinbare Schönheit
Nach einem gemütlichen Vormittag im B&B und in dieser schönen Umgebung, haben wir uns schließlich noch die Zeit genommen, Karlskrona selbst etwas anzuschauen — eine wirklich sehenswerte Stadt mit Marinehistorie und einem hübschen Zentrum. Dieser Abstecher lohnt sich auf jeden Fall auf dem Weg zur Fähre!
Nach einer schönen Runde entlang vom Wasser und rauf auf einen Felsen, von dem wir einen herrlichen Überblick über die Stadt hatten, ging es durchs Zentrum und schließlich noch auf einen Lunch in einem netten Restaurant mit Terrasse. Auch dort waren Pepa und Penny wieder herzlich willkommen und wir wurden sogar gefragt, ob wir gerne zwei Wasserschüsseln hätten.
Danach ging es langsam in Richtung Hafen, wo die beiden Hundedamen noch ihre Dinge erledigten sollten, bevor es wieder auf die Fähre geht.
So ging es nächtens mit der Fähre zurück nach Gdynia — wieder in der Haustierkabine, wieder mit zwei entspannt schlafenden Hunden — und schließlich direkt nach Hause. Nach insgesamt rund 1.000 Kilometern kamen wir abends um 19:00 Uhr müde, aber glücklich, wieder in Lackendorf an.
Dankbarkeit zum Schluss
Wenn ich auf diese Reise zurückblicke, bleibt vor allem eines: große Dankbarkeit. Für die schönen Tage am Wasser, für Stockholm, das uns jedes Mal aufs Neue begeistert, für die Möglichkeit, in einer schweren Stunde bei meiner Kusine Elisabeth zu sein — und ganz besonders für Pepa und Penny. Wie brav und entspannt die beiden auf dieser gesamten Strecke waren, auf der Fähre, im Auto, in einer fremden Stadt, bei jedem Programmpunkt mit dabei — das ist jedes Mal aufs Neue ein Geschenk. Genau deshalb liebe ich es, mit Hund zu reisen.
Und mein neuer Seat Leon SP Kombi? Unglaublich wie komfortabel jede einzelne Fahrtstrecke mit meinem neuen Auto war. Ganz egal in welcher Situation, ich habe mich immer wohl und so sicher gefühlt. Und nach dieser Reise habe ich mich nicht nur an die vielen, praktischen Gadgets gewöhnt und nutze sie mit Freude, sondern auch an die automatische Handbremse.
Praxisteil: Mit Hund nach Schweden — was du wissen solltest
Weil ich aus dieser Reise wieder so viel mitgenommen habe, möchte ich das Praktische gleich mit euch teilen: Wie kommt man am besten mit Hund nach Schweden, wie hundefreundlich ist das Land wirklich, was braucht ihr für die Einreise — und was sollte man sich in Stockholm mit Hund nicht entgehen lassen.
Anreisemöglichkeiten nach Schweden mit Hund
Es gibt mehrere gute Wege, mit Hund nach Schweden zu kommen. Welcher für euch passt, hängt vor allem von Startpunkt, Reisedauer und davon ab, wie viel ihr euren Hunden an einem Stück zumuten möchtet:
- Auto und Fähre über Polen (unsere Route): Gdynia–Karlskrona mit Stena Line ist ideal, wenn ihr aus Österreich, Süddeutschland oder Osteuropa anreist. Die Fahrt durch Polen lässt sich mit netten Zwischenstopps wie unserem in Czerwionka oder einem Strandspaziergang in Sopot gut auflockern, und die Nachtfähre mit Haustierkabine ist für Hunde die entspannteste Art der Überfahrt.
- Auto und Fähre über Deutschland: Von Kiel oder Rostock aus verkehren ebenfalls Fähren nach Schweden (z. B. Richtung Göteborg oder Trelleborg). Das kann für Reisende aus dem Westen Österreichs oder West- und Norddeutschland die kürzere Anfahrt sein.
- Landweg über Dänemark: Wer keine lange Fährüberfahrt möchte, kann über Deutschland, Dänemark und die Öresundbrücke nach Südschweden fahren. Vorteil: keine Fährbindung an feste Abfahrtszeiten. Nachteil: mehr Fahrstunden am Stück, und bei einem Zwischenstopp in Dänemark lohnt ein Blick auf dortige Rasse-Bestimmungen.
- Flug mit Hund: Für kleinere Hunde in der Kabine grundsätzlich möglich, für größere Hunde bedeutet es Frachtraum-Transport — für uns persönlich keine Option, aber je nach Hund und Reisezweck für manche die praktikablere Lösung.
Für uns bleibt die Kombination aus Auto und Fähre die mit Abstand entspannteste Variante: Die Hunde haben ihre gewohnte Decke im Auto dabei, es gibt genug Pausen an der frischen Luft, und die Nachtfähre wird zur echten Ruhephase statt zu einer stressigen Etappe.
Wie hundefreundlich ist Schweden wirklich?
Ich merke es nach mehreren Schweden-Reisen mit Hund ganz deutlich: Das Land ist heute wesentlich hundefreundlicher als noch vor einigen Jahren. Es gibt inzwischen viele ausgewiesene Hundestrände, und auch in Cafés und Restaurants dürfen Hunde deutlich öfter mit hinein als früher — gerade in Städten wie Stockholm und Göteborg gibt es mittlerweile eine ganze Reihe an Lokalen, die sich aktiv als hundefreundlich präsentieren.
Ein paar Einschränkungen bleiben aber bestehen:
- In viele Shopping Center dürfen Hunde nach wie vor nicht hinein — das gilt es bei der Tagesplanung einzukalkulieren.
- In Restaurants und Cafés lohnt sich trotz des positiven Trends ein kurzer Check vorab, ob Hunde willkommen sind, gerade außerhalb der großen Städte und bei schlechtem Wetter bzw. außerhalb der Sommersaison. Da sitzen wir einfach lieber drinnen.
- In der öffentlichen Verkehrsinfrastruktur (Bus, U-Bahn, Pendelzüge, Straßenbahn) sind Hunde in Schweden übrigens unkompliziert erlaubt und benötigen keinen Maulkorb. In öffentlichen Bussen empfiehlt es sich, in den hinteren Bereich zu gehen, bei U-Bahnen und Straßenbahnen sind die Einstiege für vierbeinige Fahrgäste gekennzeichnet.
Ich habe diese Reise im Sommer gemacht, das relativiert manche Erfahrung wie z.B. Restaurantbesuche etwas — aber der Trend zu mehr Offenheit gegenüber Hunden ist über die letzten Jahre ganz klar spürbar, nicht nur eine Momentaufnahme.
Einreise mit Hund nach Schweden: die wichtigsten Punkte
Ein paar Formalitäten gehören bei jeder Schweden-Reise mit Hund dazu. Aktuell braucht ihr:
- EU-Heimtierausweis: enthält alle wichtigen Angaben zu Kennzeichnung, Impfungen und Halter.
- Mikrochip: ISO-genormt und lesbar, die Chipnummer muss im Heimtierausweis eingetragen sein.
- Gültige Tollwutimpfung: Die Erstimpfung muss mindestens 21 Tage vor der Einreise erfolgt sein; bei Auffrischungsimpfungen entfällt diese Wartezeit, solange sie rechtzeitig vor Ablauf des Impfschutzes gemacht wurde.
- Zollanmeldung beim Tullverket: Auch bei der Einreise aus einem anderen EU-Land muss der Hund beim schwedischen Zoll angemeldet werden. Das lässt sich bequem vorab online erledigen, ihr bekommt dann eine Registrierungsnummer und könnt bei der Einreise den grünen Ausgang nutzen — spart Zeit und Nerven, gerade wenn ihr mit der Fähre unterwegs seid.
- Eine Bandwurmbehandlung ist für die direkte Einreise nach Schweden aktuell nicht vorgeschrieben — anders als etwa bei einer Weiterreise nach Norwegen oder Finnland. Ein Blick in die aktuellen Bestimmungen kurz vor Abreise ist trotzdem immer empfehlenswert, da sich solche Regelungen ändern können.
- Bei einer Fährüberfahrt: Bucht die Haustierkabine rechtzeitig mit, gerade in der Hauptsaison sind diese schnell ausgebucht. Auf dem Fahrzeugdeck dürfen Hunde während der Überfahrt nicht im Auto bleiben.
Stockholm mit Hund: das darf nicht fehlen
Stockholm ist eine der hundefreundlichsten Hauptstädte, die ich kenne — kompakt genug, um vieles zu Fuß oder mit der Fähre zu erleben, und mit erstaunlich viel Grün mitten in der Stadt. Sogar der Schlosspark Drottningholm (wir waren 2025 dort) darf und sollte mit Hund besucht werden – dort befindet sich auch eine der größten Hundefreilaufzonen der Stadt.
Was bei dieser Reise auf dem Programm stand und was ich generell für einen Stockholm-Besuch mit Hund empfehle:
- Vaxholm: Ein Ausflug in die Schären-Kleinstadt lohnt sich, sei es mit dem Auto oder mit einer der Schärenfähren ab Stockholm. Die bunten Holzhäuser, die Festung und die entspannte Atmosphäre am Wasser machen es zu einem schönen Tagesausflug mit Hund. Unser Tipp für die Rückfahrt, falls ihr mit dem Auto unterwegs seid: Statt auf demselben Weg zurückzufahren, lohnt sich die Route über Rindö und vorbei an Saltarö — dabei geht es mit dem Auto gleich zweimal über kostenlose, ganztägig verkehrende Schärenfähren. Eine wunderbar entspannte Art, zwischen den Inseln voranzukommen, und ein kleines Highlight für alle, die (wie wir) schmunzeln müssen, wenn das eigene Auto auf dem Navi plötzlich mitten auf dem Wasser zu stehen scheint.
Unsere Empfehlung für die Einkehr mit Hund: Winbergs Bar – nebenan gibt es auch Hundeeis.
- Gamla Stan: Die Altstadt ist wunderschön zum Durchstreifen, allerdings mit engen, oft belebten Gassen — an der Leine und mit etwas Geduld bei den Menschenmengen lässt sie sich mit Hund trotzdem sehr gut erkunden.
Einkehrtipp: In allen Espresso Houses sind Hunde willkommen!
- Skinnarviksberget: Für uns ein echter Fixpunkt bei jedem Stockholm-Besuch — der Aussichtspunkt auf Södermalm bietet einen der schönsten Blicke über die Stadt, ruhiger und weniger touristisch als andere Aussichtspunkte, und ein toller Ort für eine Gassi-Pause mit Weitblick. Und es gibt eine kleine eingezäunte Hundezone, die ganz besonders ist – sie befindet sich nämlich direkt auf mehreren Felsen.
Einkehrtipp: Gleich bei der U-Bahnstation Zinkensdamm gibt es die besten Kanelbullar der Stadt in der Svedjan Bageri – Hunde willkommen!
- Mit der Fähre durch die Stadt: Eine der schönsten Arten, Stockholm mit Hund zu erleben, sind die innerstädtischen Fährverbindungen, etwa zwischen Kungsträdgården und Hammarbysjöstad oder von Slussen nach Djurgården. Hunde dürfen problemlos mit an Bord, und man sieht die Stadt vom Wasser aus — für uns immer wieder ein Highlight.
- Hundezonen und Parks: Stockholm hat eine ganze Reihe an ausgewiesenen Hundefreilaufflächen, etwa auf Djurgården, in Hagaparken, Tanto oder auf Långholmen, wo es auch einen Hundestrand gibt. Entlang von Spazierwegen beim Wasser können sich Hunde aber auch immer mal ein Pfotenbad nehmen, wenn nicht gerade ein „Hunde verboten“ Schild dort zu sehen ist. Wer seinem Hund nach einer Städte-Etappe freien Auslauf gönnen möchte, findet hier gute Anlaufstellen. In den meisten Bereichen der Stadt gilt allerdings Leinenpflicht, außerhalb der eingezäunten Freilaufflächen.
- Hammarbysjöstad selbst: Auch unser Stadtviertel rund um das BIZ Apartment oder das Motel L lohnt einen Spaziergang mit Hund — entlang der Kanäle und Stege gibt es Grünflächen und einen entspannten, wenig touristischen Alltag zum Beobachten.
Stockholm lässt sich mit Hund also wunderbar zu Fuß, mit der Fähre und mit dem Auto kombinieren — genau diese Mischung aus Stadt, Wasser und Natur ist es, die uns jedes Mal wieder dorthin zieht.
Auf der Durchreise: von Karlskrona nach Stockholm – und retour
Es lohnt sich, für sowohl für die Hinfahrt als auch die Rückreise 1-2 Stopps einzuplanen. Wir konnten dafür bei dieser Reise leider keine Zeit einplanen, es war uns wichtig, auf direktem Weg nach Stockholm zu kommen. Aber für die nächsten Reisen planen wir fix einen Stopp in Kalmar mit einem Ausflug nach Öland, in Oskarshamn und Västervik sowie einen Besuch in Vimmerby, wo Pippi Langstrumpf zuhause ist, ein.
Dann könnte man auch rund um Norrköping und Nyköping die Gegend erkunden. Mit einem „kleinen“ Umweg könnte man genauso gut über Örebro fahren oder gar bis zum Vänern See, der größte See Schwedens. Ihr seht, selbst wenn man sich auf den östlichen Teil Süd- und Mittelschwedens bis Stockholm konzentriert, wird es nicht während einer Reise zu schaffen sein! Gerade mit Hund sollte man sich dann doch auf einige wenige Stopps besinnen, zu groß ist Schweden und so wird man immer und immer wieder kommen (müssen).
So sagen wir abschließend: Hejdå så länge und bis bald in Schweden!
Habt ihr Fragen zu einer eigenen Reise mit Hund nach Schweden — Anreise, Unterkünfte, Routenplanung? Meldet euch gerne, ich unterstütze euch von der Idee bis zur Anmeldung beim schwedischen Zoll.
Dieser Reisebericht ist mit bestem Wissen und Gewissen entstanden und spiegelt unser persönlich erlebtes und unsere persönliche Wahrnehmung wider. Alle Informationen und Tipps wurden recherchiert. Dies ersetzt keinesfalls, dass ihr euch vor einer Reise mit eurem Hund im Detail erkundigt und diese bestmöglich plant.

















































































































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