Endlich wieder Italien!!

Sardinien – Bericht von unserer Reise im September 2021

Teil 1: Die Anreise by Ulli & Pepa

Sardinien. Schon lange stand diese Mittelmeerinsel auf meiner Liste der – natürlich – hundefreundlichen Urlaubsdestinationen und nun war es im September so weit. Nachdem diese lang ersehnte Reise aus uns bekannten Gründen mehrere Male verschoben wurde, haben wir uns am 12. September 2021 aufgemacht, um zu Dritt Neues zu entdecken und Schönes zu erleben!

Natürlich haben wir diesen doch recht großen Urlaub mit Hund so gut wie möglich vorbereitet und haben uns dafür auch der Vela On Tour Reisecheckliste bedient! Falls ihr diese noch nicht habt, dann meldet euch doch für unseren Newsletter an und ihr bekommt sie dann direkt in euer E-Mailpostfach zugeschickt.

Da schon alleine die Anreise mit insgesamt zwei Zwischenstopps und so viel Erlebtem einen Beitrag wert ist, haben wir unseren Sardinien-Reisebericht zweigeteilt und präsentieren euch hier den 1. Teil für die Anreise von Neusiedl am See bis zur Ankunft in Golfo Aranci, Sardinien.

Inhaltsverzeichnis

Dies & Das
1. Tag mit Stopp n°1: Brussa Halbinsel mit Brussa Strand
2. Tag mit Stopp n°2: Florenz
3. Tag mit Überfahrt nach Sardinien

Sardinien. Was wisst ihr über diese Insel? Zugegeben, ich wusste nicht wirklich viel darüber. Ich hatte ihre Landkarte fast auswendig gelernt, wusste, wo die schönsten Hundestrände zu finden sind und dass es eine Stadt, Alghero, mit katalanischer Geschichte gibt. Und: von Porto Torres gibt es sogar Fähren nach Barcelona. Warum ich mir genau das gemerkt habe? Ich habe bis 2009 insgesamt acht Jahre in Mallorca und auch kurz in Barcelona gelebt und daher fand ich das besonders interessant!

Aber was mir ehrlich gesagt ganz und gar nicht bewusst war, war, wie riesig diese Mittelmeerinsel ist und dass es nicht möglich sein wird, auch nur einen Bruchteil davon in weniger als zwei Wochen zu erforschen.

Aber gut, so war es und wir hatten eine Ferienwohnung im Nordwesten nahe Badesi über ein großes Internetportal gebucht, weil wir dachten, dass wir von dort aus dann den Norden der Insel kennenlernen würden…

Nun, gleich vorweg, was wir gesehen haben, hat uns sehr gut gefallen! ABER: es ist weit von dem entfernt, was wir sehen wollten und was ich auch im Auftrag von Vela On Tour erforschen wollte. Nur diese Insel ist eben dermaßen groß und Kilometer sind nicht gleich Kilometer, denn über kurvige Straßen in der hügeligen Landschaft Sardiniens lässt es zwar gemütlich dahinfahren und auch mal eine schöne Aussicht genießen, aber für wenige Kilometer braucht man eben auch länger und so manches Ausflugsziel wäre daher einfach nicht für einen Tagesausflug geeignet gewesen. Aber genau diese Ursprünglichkeit und Unberührtheit der Natur, der Dörfer und auch ihrer Einwohner (und Straßen!) macht diese Insel aus. Man darf sich halt nicht allzu viel vornehmen und der Gedanke „Weniger ist mehr“ hat sich schnell in unseren Köpfen eingeschlichen. Genießen, Entspannen und ein bisschen Abenteuer mit dem Hund steht schließlich im Vordergrund.

Aber zurück zum eigentlichen Thema dieses Berichts: Sardinien.

So sind wir also losgefahren, an diesem schönen Sonntag, den 12. September 2021 und da für uns bereits die Fahrt zum Urlaubsort und alles Drumherum zum HUNDEURLAUB gehört, sind wir es mehr als gemütlich angegangen und haben sogar zwei Stopps auf unserem Weg nach Livorno eingeplant. Eine Reise mit Hund darf nie, absolut nie, mit Eile verbunden sein. Hunde kennen Eile nicht.

Die Reiseroute

führte uns von Neusiedl am See über Brussa und Florenz nach Livorno.

1. Tag mit Zwischenstopp in Brussa
Unser erster Stopp nahe Brussa war im Voraus geplant, denn wir wollten vor unserer Weiterfahrt in Richtung Livorno mit Pepa zum Brussa Strand. Wir waren dort schon mehrere Male im Herbst und Winter mit Vela und dieses Mal wollten wir sehen, wie schön es dort im Sommer ist.

Um zu unserem Hotel, das nur wenige Autominuten vom Brussa Strand entfernt liegt, zu kommen, fahren wir von der Autobahn in Portogruaro ab. Dort fährt man auch ab, wenn man nach Lignano oder Bibione möchte. Quer durch die Lagune fahrend, dringt schon dieser wohlige Duft durch die offenen Autofenster, dieser Durft, der jedes Italienliebhaberherz höher schlagen lässt. Es riecht nach Meer, nach gutem Wein & Pasta, nach Genießen. Und das zusammen mit dem Hund. Ein Traum.

Als wir im Hotel „Alloggi e Trattoria Agli Alberoni“, das auch ein Restaurant bzw. Trattoria ist, ankommen, empfängt uns ein viel beschäftigter Italiener mit recht guten Deutschkenntnissen und bringt uns schnell zum Zimmer, das groß und geräumig ist. Danach verschwindet er wieder in seinem Restaurant, wo das Abendgeschäft auf ihn wartet.

Das Hotel Agli Alberoni ist SEHR HUNDEFREUNDLICH und wäre da nicht der Laminatboden, den Pepa offensichtlich so gar nicht leiden kann und sie sich daher nicht besonders wohlfühlen konnte, hätten wir durchaus das VELA ON TOUR QUALITÄTSSIEGEL vergeben können.

Nach einem kleinen Spaziergang über die Felder, der uns zu einem Lagunenarm führt und wir eine tolle Aussicht über die Lagune samt Sonnenuntergang genießen, machen wir es uns im Restaurant gemütlich. Es füllt sich schnell, denn das Essen dort ist ausgezeichnet. Pepa bekommt zum ersten Mal ihre neue Schleckmatte mit viel Nassfutter drinnen! So ist sie recht entspannt und wir können in Ruhe zu Abend essen. Pepa ist in dieser Hinsicht ein bisschen ein „Coronahund“. Sie war bis Anfang Juni noch nie wirklich in einem Restaurant oder Café, wo sie dann einfach mal ruhig herumliegen sollte. Und so nützen wir diese Reise auch, um Pepa langsam „salonfähig“ zu machen…

Es schläft sich recht gut im Agli Alberoni und wir sind früh wach. Worauf wir leider nicht geachtet haben, ist, dass es das Frühstück erst ab ca. 8:30 Uhr gibt. So heißt es warten und durchhalten! Beim Frühstück lernen wir ein österreichisches Ehepaar mit einem Riesenhund kennen. Sie kommen jedes Jahr für eine Woche ins Agli Alberoni und sie fühlen sich hier wie zuhause. „Es ist so schön hundefreundlich da und für Hunde wird auch nichts verrechnet“ erzählen sie uns, während wir alle das ersehnte Frühstück genießen.

Nachdem Pepa noch mit dem Riesenhund gespielt hat, brechen wir zum Brussa Strand auf! Wir freuen uns sooo darauf, endlich wieder mal nach langer, langer Zeit Sonne, Sand & Meer genießen zu dürfen!

Nach unserem kleinen Badeausflug fahren wir gegen Mittag los und der nächste Stopp lautet: Firenze! Bei unserem City Dog Walk in Baden bei Wien konnten Pepa und ich ganz gut mit unserer Hundetrainerin Johanna üben, wie sich eine Stadt mit Hund besichtigen und erobern lässt und so planen wir einen Mini-Stadtrundgang durch Florenz. Wir finden ein nettes Hotel direkt bei einer Autobahnabfahrt, aber doch mitten im Grünen (klingt widersprüchlich, war aber tatsächlich so). Ich frage nach, ob Hunde erlaubt sind und zur Antwort bekomme ich, eher kleine Hunde und ich schicke ein Foto von Pepa. Wir haben eine Unterkunft für die kommende Nacht gefunden und ich weiß nicht, ob sie so klein auf dem Foto aussah oder ob sie sie einfach süß fanden. Vielleicht beides ;))

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2. Tag mit Zwischenstopp in Florenz
Im B&B Il Poggiolo delle Rose Firenze Certosa angekommen, empfängt uns eine sehr freundliche Italienerin in einem schön renovierten Bauernhaus. Unglaublich, was sich gleich bei einer Autobahnabfahrt alles versteckt! Das Zimmer gefällt uns und Pepa scheint dieses Mal auch zufrieden mit dem Terracotta-Fliesenboden zu sein.

Das Abendessen genießen wir in einer nahegelegenen Trattoria und auch dort werden wir fröhlich und freundlich mit Pepa empfangen. Nach einem kurzen Green Pass Check werden wir zum Tisch gebracht und schnell kommt ein Aperitif auf Einladung des Hauses.

Nach einem wirklich guten florentinischem Abendessen fahren wir zurück zum Hotel und gönnen uns unseren wohlverdienten Schlaf. Ich bin etwas aufgeregt, da wir die nächste Nacht auf der Fähre verbringen werden, denn für Pepa wird es die 1. Fährfahrt!!

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3. Tag vor der Überfahrt nach Sardinien
Der Piazzale Michelangelo wurde auf dem Hügel südlich des historischen Stadtzentrums von Florenz nach dem Entwurf des Architekten Giuseppe Poggi erbaut, als Florenz die Hauptstadt Italiens war und 1869 die gesamte Stadt einer intensiven Stadterneuerung unterzogen wurde. Der Piazzale befindet sich an der 8km langen von Bäumen gesäumten Panoramastraße, wo einst die Straßenbahn des Chianti fuhr. Quelle: Piazzale Michelangelo in Florenz- Nützliche Informationen (florence-museum.com)

Entlang der Panoramastraße kann man auch schön mit dem Hund spazieren und so eventuell im Sommer eine Gassirunde im Schatten mit einem Besuch der Aussichtsterrasse verbinden.

Als wir gegen 11:00 Uhr weiterfahren, zeigt das Thermometer bereits 31°C und somit machen wir uns auf den Weg in Richtung Livorno bzw. Meer. Nach einem kurzen Check im Internet wissen wir, wohin es gehen soll und am frühen Nachmittag kommen wir schließlich in Viareggio, das etwas nördlich von Livorno in der Provinz Lucca liegt, an.

Tipp: in Italien gibt es in vielen Küstenorten sogenannte Bagni (Strandbäder), wo man gegen Bezahlung einer Eintrittsgebühr zwei Liegen und einen Sonnenschirm zugewiesen bekommt und dort dann auch die Sanitäreinrichtungen, Bar und evtl. Restaurant etc. nutzen kann. Es gibt auch Bagni, wo Hunde erlaubt sind! Wenn ihr ein solches Strandbad sucht, dann gebt einfach „bagno con cani“ in die Suchmaschine ein und ihr solltet so zumindest ein Strandbad finden, wo ihr euren Hund mitnehmen könnt.

In Viareggio haben wir das Bagno Marechiaro Bagnomarechiaro – stabilimento balneare darsena – stabilimento alneare Viareggio – Bagno viareggio. gefunden und sind dann dort auch gleich hingefahren. Wir sind dann allerdings doch nicht in das Bagno gegangen, da Hunde zwar mit zum Strand dürfen, aber es bestimmte Zeiten in der Früh und am späten Nachmittag/Abend gibt, zu denen sie ins Wasser dürfen. Da stellte sich mir und Pepa (Golden Retriever = Wasser, Wasser, Wasser!) die Frage, ob das dann der geeignete Badeplatz für uns ist…

Die Dame vom Bagno war aber so nett und hat uns verraten, dass sich einige hundert Meter weiter ein öffentlicher Strand befindet, wo auch unsere Vierbeiner erlaubt sind und so haben wir uns dorthin aufgemacht und haben einen wirklich angenehmen Nachmittag am Strand genossen. Leider gibt es nur ein Foto von dem Steg, der dann direkt zum Strand führt, aber das möchten wir euch nicht vorenthalten.

Nach unserer Badepause sind wir dann in Richtung Livorno gefahren – die Fähre von Corsica Ferries nach Golfo Aranci nahe Olbia im Nordosten Sardiniens legte um 22:00 Uhr ab, Check-In mit Auto war bis spätestens 21:00 Uhr und davor wollten wir noch in einem Supermarkt ein bisschen etwas einkaufen.

Was wir dort im Supermarkt Coop erleben durften, seht ihr hier!

Pepa durfte in einem Einkaufswagen mit in den Supermarkt!!! Wir fanden das wirklich toll, weil wir so alle drei gemeinsam einkaufen gehen konnten. Pedro und ich haben uns sonst immer abgewechselt, aber so war es natürlich viel besser!

Dafür gibt es einen ganz besonderen Hintergrund: das italienische Hygiene- und Gesundheitsgesetz wurde entsprechend geändert, um den Supermärkten zu ermöglichen, Besitzer mit ihren Hunden den Zutritt zu erlauben. Die jeweiligen Supermarktverantwortlichen können selbst entscheiden, ob sie nur kleine Hunde in einer Tasche oder auch große Hunde im Hundeeinkaufswagen (siehe Foto oben mit Pepa) erlauben oder eben keine Hunde. So soll vor allem im Sommer vermieden werden, dass Leute, die nur schnell etwas einkaufen wollen, ihre Hunde in der Hitze im Auto lassen oder vor dem Supermarkt anhängen. Das ist eine wirklich tolle und vernünftige Initiative der italienischen Behörden, da so das Leben für Hundebesitzer wieder eine Spur leichter gemacht und auch dem Aussetzen von Hunden entgegengewirkt wird. Dieser Supermarkt Portale Unicoop Tirreno hat also ohne lange zu zögern das VELA ON TOUR QUALITÄTSSIEGEL bekommen! Bravo!!

Der Ordnung halber muss ich doch auch anmerken, dass Pepa unsere Einkaufstour nicht so genossen hat wie wir … es war für sie doch das erste Mal, dass sie nicht nur quer durch alle möglichen Geruchswelten geschoben wurde sondern auch, dass sie in einem Einkaufswagen unterwegs war. Aber mit vielen Leckerlis haben wir auch diese neue Erfahrung gut gemeistert und unsere liebe Pepa hatte Neues dazugelernt und wir hatten etwas Schönes zu erzählen.

Danach ging es auch schon in Richtung Hafen. Bevor wir aber durch die Kontrollen fuhren, waren wir in der Nähe noch eine kurze Gassirunde, damit wir alle entspannt unsere Nacht auf der Fähre genießen konnten.

Tipp: auf dem Hafengelände und beim Warten auf die Einschiffung gibt es zwar die Möglichkeit, aus dem Auto auszusteigen und noch eine kleine Runde mit den Hunden zu drehen, aber es gibt keine Grünflächen mehr. Daher empfehlen wir, einen netten Park oder begrünte Fläche in der Nähe des Hafens zu suchen, damit sich dort der Hund noch lösen kann, bevor ihr auf die Fähre geht.

Die Überfahrt

Wir waren zum zweiten Mal mit Corsica Ferries unterwegs und diese Fährgesellschaft hat ganz eindeutig das VELA ON TOUR QUALITÄTSSIEGEL bekommen!! Corsica Ferries war eine der ersten Gesellschaften, die Hunde als vierbeiniger Passagier willkommen geheißen hat. Der damalige Besitzer war ein Hundeliebhaber und für ihn war klar, dass Hunde bei ihren Menschen (und nicht wie bei so manchen Fährgesellschaften in eine Box gesperrt und alleine) die Überfahrt genießen sollten und so wurde eine große Anzahl an Kabinen für die Fellnasen adaptiert.

Information zu Corsica Ferries: Hunde dürfen ÜBERALL dabei sein – in den Restaurants, an der Bar, im Shop, im Sitzbereich (falls ihr keine Kabine gebucht habt), an Deck – überall. Es gibt auch einen Hundebereich an Deck mit einer Toilette, aber ich habe erst einmal einen Hund bei der Überfahrt von Mallorca nach Toulon gesehen, der dort Pipi gemacht hat. Der hatte das wohl von klein auf gelernt und kannte es von einigen Fährüberfahrten. Daher kann es passieren, dass der Hund „irgendwo“ sein Geschäft verrichtet – falls das passiert, haben wir Küchenpapier und eine Flasche Wasser dabei, so kann das Malheur schnell beseitigt werden.

Nun, so waren wir auf der Fähre und alles hat bestens funktioniert! Auch das Frühstück mit frischen Croissants und einem schönen Cappuccino haben wir sehr genossen, bevor wir gegen 7:30 Uhr von der Fähre gefahren sind und erstmals sardische Morgenluft einatmen durften.

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